Unser gesellschaftsrechtlicher Gestaltungsansatz ist es, dass Sie die Synergien aus möglichen Partnerschaften optimal nutzen. Egal, ob bei den Zusammenschlüssen zwischen Ärzten, Zahnärzten, Heil- und Hilfsmittelerbringern und Krankenhäusern als auch bei der Zusammenarbeit mit gewerblichen Unternehmungen wie Drogerien, Fitnessstudios, Herstellern oder Vertreibern von Nahrungsergänzungsmitteln. Diese ist nur dann möglich, wenn auch Regelungen des ärztlichen Berufsrechtes in die üblichen Regelungsinhalte des Gesellschaftsrechtes hinein Beachtung finden.

Gesellschaftsrecht und MVZ-Gründung

MVZ-GRÜNDUNGEN

Die Vorteile einer ambulanten Versorgung in einem Medizinischen Versorgungszentrum, kurz MVZ, liegen klar auf der Hand: Hier können Ärzte ihren Patienten fachübergreifende Behandlungen unter einem Dach anbieten. Als Vertragsärzte oder Angestellte umgehen Mediziner hier zudem das wirtschaftliche Risiko, das die Gründung einer eigenen Praxis oftmals mit sich bringt.

Mit dem Inkrafttreten des „Gesetzes zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung“, kurz GKV-Versorgungsstrukturgesetz, am 01.01.2012 haben sich die Voraussetzungen für eine MVZ-Gründung allerdings stark verändert. Hier gilt es nach neuer Rechtslage, einiges zu beachten. Ein juristischer und steuerrechtlicher Beistand empfiehlt sich, um beim dem komplexen Verfahren den Überblick zu behalten. Als erfahrene Medizinanwälte bieten wir eine umfassende Beratung und Unterstützung beim gesamten Gründungsprozess an.

Voraussetzungen der MVZ-Gründung

War die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums früher nach § 95 SGB V recht frei gestaltet und konnte von den verschiedensten Anbietern medizinischer oder medizinnaher Leistungen vorgenommen werden, ist dies nun allein niedergelassenen Ärzten, Kliniken, nichtärztlichen Dialysezentren und gemeinnützigen Trägern vorbehalten. Andere medizinische oder medizinnahe Leistungsträger wie bspw. Apotheker oder Pflegedienstleister sind dafür nicht mehr zugelassen. Mit dieser Regelung soll nicht nur ein Überangebot verhindert, sondern vor allem die Kernkompetenz von Ärzten und Krankenhäusern in der ambulanten Versorgung besser gewahrt werden.

Gleichsam wird die Gründung eines MVZ auf bestimmte Rechtsformen beschränkt: So können Medizinische Versorgungszentren nur noch als Genossenschaften, Personengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) geführt werden. Eine Gründung als Aktiengesellschaft soll so ausgeschlossen werden, um den Entscheidungsfreiraum von Ärzten und Kliniken nicht durch die Interessen von Anteilseignern einzuschränken. Zu den weiteren Zulassungsvoraussetzungen zählen neben der fachübergreifenden Tätigkeit: die notwendigen Gesellschafter mit entsprechenden Gründungseigenschaften, ein gemeinsamer Standort, die Benennung eines ärztlichen Leiters sowie die Vorlage eines Gesellschaftsvertrages.

Umfassende Beratung

Wenn Sie sich über die Voraussetzungen und den Ablauf einer MVZ-Gründung oder weitere Themen des Medizinrechtes informieren möchten, beraten wir Sie gern unter 0800/8888 208 oder per Mail unter kanzlei@medizinanwaelte.de.

Weitere Infos zum Thema MVZ-Gründung finden Sie auf unserem Blog.

KOOPERATIONEN/ NEUE VERSORGUNGSSTRUKTUREN IN DER MEDIZIN

Der Gesundheitsmarkt in Deutschland befindet sich in einem dynamischen Veränderungsprozess. Um die Nachhaltigkeit dieser Veränderungen richtig einschätzen und den Überblick behalten zu können, bedarf es starker Partner. Nur mit deren Hilfe können Chancen genutzt, juristische und steuerliche Fallstricke vermieden sowie tragfähige Konzepte sicher realisiert werden. Mit unserer Beratung zu den Themenkomplexen der integrierten und hausarztzentrierten Versorgungsmodelle sowie der besonderen Versorgungsaufträge erschließen wir Ihnen die Potenziale der neuen Versorgungsstrukturen – wirtschaftlich lohnend und rechtlich immer auf der sicheren Seite. Wir zeigen Ihnen detailliert Möglichkeiten, Mehrwerte und Synergieeffekte für Ihre Praxis auf. Dabei berücksichtigen wir verschiedene Kooperationsformen und Modellstrategien:

  • Berufsausübungsgemeinschaft und Vernetzte Kooperationen
  • Ärztehaus bzw. Facharzt- oder Hausarztzentrum
  • Ärztenetzwerke
  • Kooperation mit Krankenhäusern
  • Filiale und/ oder angestellter Arzt

Wichtig ist bei allen neuen Modellen die Einsicht, dass der Patient und damit die Gesunderhaltung in der Zukunft in den Vordergrund rücken muss. Diese Erkenntnis wird künftig das Handeln aller Akteure im Bereich der Gesundheitswirtschaft bestimmen. Die von der Politik gewollten vernetzten Strukturen verändern nach und nach das Gesundheitswesen grundlegend. Deshalb ist die Erarbeitung einer zukunftsorientierten Strategie, welche rechtlich umsetzbar ist, von wesentlicher Bedeutung für unsere Mandanten. Wir begleiten Sie von der Idee bis hin zur Durchführung der von Ihnen geplanten überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaften, der Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums und zu tragfähigen Konzepten der neuen Versorgungsstrukturen.

Wir wollen die Vorteile ärztlicher Freiberuflichkeit für die Patientenversorgung auch im 21. Jahrhundert erhalten, indem wir Ärzten, Zahnärzten und auch den Krankenhäusern zeitgemäße Lösungen anbieten für die Herausforderungen wie den demographischen Wandel und den Wandel des ärztlichen Berufsbildes.

RECHTSANWÄLTE FÜR DIESE GEBIETE

 
	Jens Pätzold.
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 Julia Wörner.
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	Stephanie Lamp.
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 Anna Stenger.
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 	Urs Fabian Frigger.
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Urs Fabian Frigger.